© Fotos: Laura Nickel, 2026

Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft

Nach dem Roman von Fiona Sironic‍ ‍Premiere 04.09.2026 Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Regie Amalia Starikow
Bühne & Kostüme: Ulla Willis Video: Nadja Krüger Sounddesign: Daniel Koller Dramaturgie: Valentina Eimer/Cosma Corona Hahne

Era Maurizia Bachnick
Maja Trang
Dông
Merle Philine Heyer
Mutter / Emily Sophie Pompe Tante / Alice Sybille Weiser

Die Welt wird heißer, das Internet vergisst nichts – und Maja und Merle haben genug davon. Also gehen sie samstags in den Wald und sprengen alte Festplatten in die Luft. Darauf befindet sich ihre ganze Kindheit, gefilmt und gepostet von ihren berühmten Momfluencer-Müttern. Era schaut zu. Sie dokumentiert das Aussterben der Vögel, während um sie herum alles brennt – der Wald, die Welt, das Netz. Zwischen Explosionen, Streams und ersten Gefühlen suchen die Mädchen nach echter Verbindung und einem Platz in der Welt, der wirklich ihnen gehört. Für die Adaption des für den Deutschen Buchpreis nominierten Romans begibt sich Amalia Starikow auf eine spielerische Suche nach Hoffnung in Zeiten, die sich oft ziemlich aussichtslos anfühlen.

“Düster und komplex - und doch voller Zauber. Die Inszenierung überzeugt auf jeden Fall […] und spätestens seit diesem Sommer und den Hitzewellen - und seit der Inszenierung des Stückes in Wiesbaden - wissen wir: Wir sind in der Zukunft angekommen. Das verschärft die Brisanz des wirklich eindrücklichen und gleichzeitig unterhaltsamen Stückes.“ hr2 Frühkritik

“Die Liebe ist ein starkes Motiv in Amalia Starikows Romanadaption von Fiona Sironics Romandebüt, das 2025 bis in die Shortlist des Deutschen Buchpreises gekommen ist. […] In der Wartburg wird das Publikum mit einer gewitzten Rahmenhandlung in die Zukunft katapultiert. “ Frankfurter Allgemeine Zeitung

“Der Roman wird nicht wie alle anderen Erinnerungen auf Festplatten von den Mädchen im Wald in die Luft gejagt, sondern in seinen elementaren Bestandteilen von Aussterben und Verlust, Mediendominanz, Ausbeutung und Zerstörung dargestellt. Die Projektion des Vogelschwarms ist poetisch, die Katastrophenbilder bis zur Schlammflut in Nepal sind aktuell und […] gegen die gärende Katastrophen, Zerstörungswut und Aussterben spielt dieses Ensemble an. ” Wiesbadener Kurier

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